Mit Kindern auf Abenteuer-Reisen

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Vor gut einem Jahr flatterte mir ein Manuskript auf den Tisch. Ich habe mich schnell festgelesen. Und so hat sich der Naturzeit Verlag dieses Jahr in ein neues Genre gewagt: »Alles bleibt anders« ist ein Erlebnisbericht und es geht um das Reisen mit Kindern.

Die Geschichte beginnt auf dem Sofa, mit einem kugelrunden Bauch und der Frage  »Was wird sich ändern, wenn wir Eltern sind?«

Wenige Wochen später sind die Stockmanns glücklich zu dritt, knapp zwei Jahre später macht Töchterchen Joana die Familie komplett und, nein, es bleibt nicht alles wie es ist. Nicht nur im Alltag, denn darum geht es hier nur am Rande. Die Eltern, Regina und Lars, lieben das Reisen und unterwegs sein in möglichst in wilder Natur. Abseits der Zivilisation, in Stille und Einsamkeit, jeden Tag ein Stückchen weiter ziehen, draußen übernachten, Neues sehen und Abenteuer erleben. Diese Art zu reisen, möchten sie auch als Eltern nicht aufgeben. Geht das? Und was sagen wohl die Kinder dazu?

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Das Buch berichtet von den ersten Familientouren im selbst ausgebauten Campingbus mit kleinen und ­gro­ßen Katastrophen, Glücks­­­momenten und Aha-Erlebnissen – und von ersten Wanderversuchen mit zwei kleinen Kindern. Es ist nicht alles »easy«, aber die Familie rauft sich zusammen. Und so wagen die Stockmanns die ersten mehrtägigen Wanderungen von Hütte zu Hütte – in Norwegen, dem wilden Val Grande oder später sogar in Südafrika, erforschen mit dem Kanu einen naturbelassenen Abschnitt der Loire oder auf dem Dromedar die marokkanische Wüste…

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Das Buch ist kein Ratgeber und hilft doch ganz persönliche Lösungen zu finden, wenn nicht alles so klappen will, wie die Eltern sich das gerade vorstellen. Vor allem macht es aber Lust und Mut zum Reisen und dazu die eigenen Träume nicht zurückzustellen, sondern als Familienteam immer wieder den passenden Weg zu finden.

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Hier gibt es einen »Blick ins Buch« und die Möglichkeit direkt beim Verlag zu bestellen. »Alles bleibt anders« bekommen Sie aber auch überall im Buchhandel:

Regina Stockmann, Alles bleibt anders
ISBN 978-3-944378-12-1, €15,90
Naturzeit Verlag

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Reise-Ratgeber für Familien

reisebudgetplanungWelche Kreditkarte ist die richtige für Reisende? Wo findet man günstige Familienunterkünfte? Was gehört in eine Reiseapotheke? Was ist eigentlich Woofing und geht das auch mit Kindern?

Das Buch »Reisebudgetplanung für Familien« bietet weit mehr als die besten Strategien, um ihr Sparschwein für die nächste Sommer-Reise zu mästen. Es ist der perfekte Helfer für alle, die die Reiselust gepackt hat, und die eine längere Auszeit planen. Ob Sie nun die Elternzeit zum Reisen nutzen wollen oder ein längeres Sabbatical planen, Jenny Menzel hilft Ihnen mit wichtigen Informationen und weist auf viele teure Stolperfallen bei der Buchung von Unterkünften, Mietwagen oder Flugreisen hin. Sie erklärt Ihnen worauf Sie beim Abschluss einer Reiseversicherung achten müssen oder wo und wann man am günstigsten einen Mietwagen oder ein Wohnmobil mietet, wie ein »Round the World Ticket« funktioniert, wie man Kinder von der Schulpflicht freistellen kann und wie man sich für Notfälle absichert. Dabei kommt das Thema »Sparen auf Reisen« ganz unerwartet abwechslungsreich daher, denn Couchsurfing, Housesitting oder Work and Travel sind weit mehr als reine Sparmodelle – wer ungewöhnlich reist, wird ein Land auch von ganz anderen Seiten kennenlernen. So kann dieses Buch Reisenden nicht nur jede Menge Lehrgeld sparen, sondern sich durchaus auch inspirierend auf Reisepläne auswirken, da es Möglichkeiten aufzeigt, an die Sie bisher vielleicht noch gar nicht gedacht haben.

Abgerundet wird die gründliche theoretische Betrachtung des Themas mit Rechenbeispielen und Erfahrungen aus der Praxis. Sechs Familien erlauben einen Blick die Bilanz ihrer Familienreise. Die Reisebeispiele reichen von 5 Wochen Thailand mit Kleinkind bis zur einjährigen Weltreise einer Familie mit vier Kindern.

Ein unentbehrlicher Helfer zur Planung einer Familien-Langzeitreise und ein Kauf der sich ganz sicher schnell auszahlt!

Das Buch ist im Dezember 2016 im Verlag KidsAway erschienenen und überall im Buchhandel zu erhältlich.
ISBN 978-3-981703-13-9, € 16,95


Neues aus Korsika

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Das Aquarium in Porto ist leider geschlossen. Der Aufstieg auf den alten Wachturm von Porto ist jedoch ebenfalls ein toller Ausflug.

Unsere Aktualisierung für Korsika betrifft dieses Mal nicht die Tourenvorschläge, sondern die regionalen Adressen. Zwei etablierte Familienziele der Insel haben seit dieser Saison geschlossen:

  • Das Spaßbad »Aqua Cyrne Gliss« mit seinen Wasserrutschen (Porticcio bei Ajaccio – Seite 84)
  • Das Aquarium »La Poudrière« im Hafen von Porto (Calanche, Westküste – Seite 78)

Streichen Sie die beiden Adressen am besten in Ihrem Buch, damit Sie unterwegs keine Enttäuschung erleben. Zum Baden ist das korsische Meer eh viel schöner als ein Schwimmbad ;-)


Neuigkeiten aus Mecklenburg

Wummsee

Wir waren in diesem Sommer wieder in Mecklenburg unterwegs, um »Mecklenburgische Seen mit Kindern« auf dem aktuellen Stand zu halten. Die meisten unserer 45 Touren sind unverändert. Sogar die Fischadler nisten noch dort, wo wir sie auf unserer Fahrradtour besuchen wollen und der Kletterbaum auf dem Titelbild ist weiterhin in gutem Zustand. Nur bei den Gaststätten gibt es einige Veränderungen. Vor allem in etwas abgelegeneren Orten stehen einige unserer schönen Plätze zur Einkehr nicht mehr zur Verfügung. Nach der Zartwitzer Hütte (Tour 23) hat auch der Eselhof Michel in Buchholz (Tour 20) dieses Jahr aus privaten Gründen seine Tore geschlossen. Außerdem ist die Runde um den Zierker See (Tour 28) inzwischen ohne Einkehrmöglickeit. Gaststätten und Cafés finden Sie auf Tour 28 nur noch in Neustrelitz – da gibt es dafür richtig viel Auswahl.

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haengematteDurchweg positiv sind dagegen die Veränderungen in Serrahn. Der Naturlehrpfad zwischen Zinow und dem Forsthaus ist komplett neu gestaltet und es gibt einige nette Überraschungen am Weg. Im Forsthaus selbst kann man jetzt eine kleine Ausstellung besuchen. Der Eintritt ist kostenlos. Nur in einem Detail sorgt unsere Beschreibung ein wenig für Verwirrung: Der Pfad ist jetzt neu mit einem grünen Blatt markiert und nicht mehr mit einem roten Falken.


Familienurlaub in Estland oder Lettland?

 

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Kilometerlange menschenleere Strände, stille Pfade durch ein ausgedehntes Hochmoor mit tiefblauen Wolkentümpeln, uralte Wälder in denen Elche oder Braunbären in freier Wildbahn leben, ein Zeltplatz direkt hinter der Düne am Strand oder ausgedehnte Kanutouren mit Biwak am Flussufer – das könnte Ihnen gefallen? Dann reisen Sie doch mit uns nach Lettland und Estland …

 

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Viele unserer Tourenvorschläge eignen sich auch gut für Familien. Wie schon im Reisehanduch »Im Tal der Dordogne« eingeführt, finden Sie auch in den beiden neuen Büchern für jede Tour eine Altersempfehlung. Sollte eine Wanderung oder Fahrradstrecke sich nicht für Kinder eignen, gibt es im Steckbrief einen geeigneten Alternativvorschlag.

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Gut besuchter Ostseestrand an einem warmen Hochsommertag in der Nähe von Tallinn.

Urlaub im Norden, aber nicht so teuer wie Skandinavien …

Zugegeben, die baltischen Länder gehören nicht zu den allerersten Zielen, die einem so einfallen, wenn man an Familienurlaub denkt. Dennoch eignen sich beide Länder gut als Reiseziel für naturverbundene Familien, die im Hochsommer den wilden Norden einer Reise in den Süden vorziehen. In Estland und Lettland gibt es selbst in den Sommerferien keine überfüllten Strände und auch das Preisniveau ist durchaus familienfreundlich.

Beide Länder sind Mitglied der EU, die Reiseformalitäten sind also denkbar unkompliziert und gezahlt wird mit dem Euro. Mit englischen Sprachkenntnissen kommen Sie überall gut zurecht. Es gibt also keine ernstzunehmenden Hindernisse für eine Reise mit Kindern. Tallinn und Riga sind bequem mit dem Flugzeug erreichbar. Familien, die eine Anreise mit dem Auto vorziehen, könnten diese verkürzen, indem sie in Kiel oder Travemünde auf die Fähre fahren und nach 24 Stunden Mini-Kreuzfahrt erholt an ihrem Ziel eintreffen. Diese Variante der Anreise haben wir hier ausführlich beschrieben.

Hier gibt es weitere Informationen über die beiden neuen Bücher:
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Mit einem Esel unterwegs

Eselwandern in den korsischen Bergen

Eselwandern in den korsischen Bergen

Sie möchten Kinder zu einer längeren Wanderung motivieren? Vielleicht sogar mehrere Tage auf einem Weitwanderweg unterwegs sein? Nehmen Sie einen Esel mit und ihr Nachwuchs ist plötzlich begeistert dabei!

Eseln eilt nicht der beste Ruf voraus. Es heißt, sie seien dumm und starrköpfig. Dabei verhalten sich Esel einfach nur so, wie es für ihr Überleben sinnvoll ist. Ebenso wie Pferde sind sie Herdentiere. Ihr Verhalten ist aber in vielen Situationen anders, als das ihrer größeren Verwandten. Wenn ein Pferd erschrickt, rennt es davon. Eine Eselherde sucht beim Angriff eines Raubtieres ihr Heil nur selten in der Flucht. Dazu sind Esel gar nicht schnell genug. Sie bilden stattdessen einen Kreis um die Jungtiere – die Hinterhufe auf die Angreifer gerichtet und kämpfen mit gezielten Huftritten. Gegen Kojoten oder Wölfe hat ein entschlossener Esel durchaus eine gute Chance. So werden Esel in manchen Regionen sogar als Hüter für Schafherden eingesetzt.

Für uns macht der nur eingeschränkt vorhandene Fluchtinstinkt und das besonnene Temperament einen Esel zu einem besonders zuverlässigen Wanderpartner. Ein Esel rennt niemals kopflos davon, er bleibt in den meisten Situationen gelassen. In den Bergen setzt er seine Füße mit Bedacht und ist daher meist nicht besonders schnell, aber dafür zäh und ausdauernd. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem besonders guten Wanderbegleiter – gerade wenn Kinder mit von der Partie sind.

Mutprobe für Feliceto. Die meisten Esel sind wasserscheu und werden sich weigern einen Bach zu durchqueren.

Mutprobe für Feliceto: Die meisten Esel sind wasserscheu und werden sich weigern, einen Bach zu durchqueren.

Ist einem Esel etwas unheimlich, bleibt er meistens stehen. Lassen Sie ihm dann Zeit die Situation zu bedenken und versuchen, ihm die Angst zu nehmen, geht er häufig weiter. Trotzdem gibt es Hindernisse, die mit Esel unüberwindlich bleiben. Die meisten Esel mögen kein Wasser und werden sich weigern, einen Bach zu durchwaten. Unpassierbar sind schwankende Brücken oder sehr schmale Stege. Ansonsten haben Esel, wie alle Lebewesen, einen persönlichen Charakter, reagieren auf ihre Umgebung und haben manchmal ihre Launen. Einen gut trainierten mittelgroßen Esel kann man mit etwa 40 Kilo beladen – er trägt also entweder ihr Gepäck für eine mehrtägige Wanderung oder ein jüngeres Kind.

Mit dem Ausleihen eines Esels übernehmen Sie während Ihrer Wanderung die Verantwortung für sein Wohlergehen und für die geliehene Ausrüstung. Es ist also notwendig, sich vorher mit allem vertraut zu machen. Wer eine längere Eselwanderung plant, sollte zumindest grundsätzlich Erfahrung mit Tieren mitbringen.
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14 praktische Tipps zum Wandern mit Esel

 

Der Esel Caramell vor dem Stall von Rand'o Pas-d'ane, fertig bepackt mit kleinen Packtaschen für eine kurze Wanderung.

Caramel ist startklar: Fertig bepackt mit kleinen Packtaschen für eine kurze Wanderung. 

Diese Dinge sollten Sie unbedingt vermeiden:

1. Wickeln Sie den Führstrick niemals um die Hand, den Arm oder die Taille. Sollte Ihr Esel erschrecken, könnte er Sie sonst mehrere Meter mitschleifen und Sie ernsthaft verletzen. Legen Sie den Strick in der Hand zusammen, so dass Sie jederzeit loslassen können.

2. Wenn Ihnen der Esel entwischt, rennen Sie nicht hinter ihm her. Esel flüchten niemals sehr weit. Er wird bald stehenbleiben, um zu grasen. Dann können Sie sich ihm langsam und ruhig nähern und den Führstrick greifen.

3. Lassen Sie sich auch beim bergab gehen nicht von Ihrem Esel überholen. Laufen Sie auf der Höhe des Kopfes. Um einen übereifrigen Esel zu bremsen, können Sie den Strick über seine Nase legen oder sich mit ausgebreiteten Armen vor ihn stellen. Lassen Sie sich nicht auf eine Kraftprobe ein, Sie werden sie immer verlieren. Im Zweifelsfall lassen Sie den Strick los und sammeln ihren Esel nach ein paar Metern wieder ein.

4. Schlagen Sie Ihren Esel nicht. Wenn er sich weigert vorwärts zu gehen, suchen Sie sich einen Zweig und touchieren den Esel damit an den Hinterbeinen auf Höhe der Fesseln. Er versteht das als Aufforderung vorwärts zu gehen.

5. Laufen Sie niemals direkt hinter dem Esel und achten Sie darauf, dass auch Kinder ausreichend Abstand zu den Hinterbeinen halten. Esel wehren sich gegen stechende Insekten, indem Sie nach ihnen treten. Er könnte dabei versehentlich Sie erwischen.

6. Füttern Sie ihren Esel nur aus der flachen Hand. Er kann Finger und Möhre nicht immer unterscheiden. Erwischt er versehentlich die Finger, tut das leider ziemlich weh!

7.  Lassen Sie Ihren Esel bei Wanderpausen nicht frei laufen und lassen Sie ihn niemals in der prallen Sonne warten.

8. Verteilen Sie ihr Gepäck gleichmäßig in beiden Satteltaschen und achten Sie darauf, dass das Gewicht auch nach Picknickpausen ausgeglichen bleibt.

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Hoch und kurz angebunden ruhen sich Feliceto und Vezzani im Schatten aus.

Bei längeren Pausen und während eines Picknicks:

9. Binden Sie den Esel im Schatten an einen Baum. Ist genug Gras erreichbar, lassen den Strick lang genug, dass er grasen kann. Behalten Sie ihn dabei immer im Blick und achten darauf, dass er sich nicht im Führstrick verheddert. Ansonsten ist ein Esel kurz und hoch (auf Ohrenhöhe) am sichersten angebunden. Esel und Pferde bindet man immer mit einem Sicherheitsknoten an, den man im Notfall mit einem Handgriff lösen kann.

10. Satteln Sie bei langen Pausen ab. Dazu nehmen Sie zuerst die Taschen herunter und lösen dann den Gurt und heben den Sattel von seinem Rücken. Lassen Sie den Sattel nie lose auf dem Rücken des Esels liegen.

11. Bürsten Sie das Fell um Schweiß und Dreck zu entfernen und das feuchte Fell zu lüften. Bevor Sie erneut satteln, prüfen Sie sorgfältig mit der flachen Hand das Fell, damit kein Schmutz zwischen Decke und Eselrücken zurückbleibt und dort zu schmerzhaften Abschürfungen unter dem Sattel führt.

12. Untersuchen Sie die Beine ihres Esels und die Bereiche unter den Gurten des Sattels auf Verletzungen

13. Tränken Sie Ihren Esel mit Hilfe seines Futtersackes

14. Sollte Ihr Esel lahmen überprüfen Sie zuerst, ob sich vielleicht ein Stein im Huf verklemmt hat. Sollte das der Fall sein. entfernen Sie den Stein vorsichtig. Sollte Ihr Esel immer noch lahmen oder sich ernsthaft verletzt haben, rufen Sie unverzüglich bei seinem Besitzer an. Stellen Sie sicher, dass Sie für diesen Fall die Telefonnummer und ein Handy mit aufgeladenem Akku greifbar haben.

Umschlaege_2015_final.inddDieses Infoblatt für Eselwanderer haben freundlicherweise Mag und Patrick vom Eselstall »Rand’o Pas d’ane« bei Cahors zur Verfügung gestellt. Sie können dort Esel für Tagestouren oder auch für einen einwöchige Wanderung auf dem Jakobsweg im traumhaft schönen Tal des Célé leihen. Mehr Infos unter http://randopas-dane.wifeo.com oder im Buch »Im Tal der Dordogne«